Die KI-Weiterbildung für Anwender in Kurzform
In diesem kurzen Format lernen Anwenderinnen und Anwender, richtige Entscheidungen zu treffen. Was darf in die KI rein? Was nicht? Anhand von Praxisbeispielen aus dem Unternehmen wird eine Basis für den sicheren Umgang mit KI gelegt. In vielen KI-Schulungen wird nur erklärt, wie KI funktioniert. Dieser Workshop ist anders. Alle Teilnehmer können zwei echte Aufgaben aus dem Arbeitsalltag mitbringen und wir bearbeiten die gemeinsam. Alle Teilnehmer gehen mit funktionierenden Lösungen nach Hause.
KI-Kompetenz nach Art. 4 EU AI-Act
Dieser Workshop ist eine dokumentierte Maßnahme gem. Art. 4 EU KI-Act in der Fassung vom 27.07.2026. Die Teilnehmer erhalten umfangreiche Materialien, Teilnahmenachweise und das Unternehmen ein Schulungsprotokoll für das eigene Schulungsmaßnahmenverzeichnis.
Workshop-Informationen
Die KI-Weiterbildung ist möglich als Inhouse-Workshop oder auch online. Dauer der Maßnahme 4 Stunden (4 × 60 Minuten). Max. Teilnehmeranzahl: 12 Personen. Sprache: Deutsch. Inkl. umfangreichen Unterlagen und Arbeitsergebnissen.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Festpreis pro Workshop
- Nachweis gem. Art. 4 EU AI Act
- Nach gültigem Rechtsstand vom Juli 2026
- Kein Folgetermin nötig, kein Abo
- Echte Aufgaben statt allg. Beispiele
- Für alle Chatbots (ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot)
- Jeder Benutzer hat seinen KI-Fahrplan
- Spezielles Format für Verwaltungen o. Behörden
Ihre Inhalte im Überblick
Verstehen, warum "KI" so überzeugend falsch liegen kann. Wir sprechen über Wortvorhersagen, Kontextfenster, Halluzinationen, Bias. Erklärungen ohne Fachchinesisch an Hand echter Live-Beispiele.
Datenampel für KI‑Nutzung. Teilnehmer wissen, was kann mit KI verwendet werden, was darf und was darf nicht verwendet werden.
Anonymisieren, schnell und einfach. Eine Bearbeitungstechnik, in wenigen Sekunden anwendbar. Damit können mehr Aufgaben mit KI erledigt werden.
Der KI Anweisungen geben, die funktionieren. Teilnehmer wissen Bescheid über: Rolle, Ziel, Kontext, Format, Prüfkriterium, Beispiel. Kein Prompt-Zauber, sondern ein nachvollziehbarer Vorgang mit sechs Bausteinen.
KI-Ergebnisse routiniert prüfen. Mit einer festen Routine für Fakten, Tonalität, Quellen. Praktische Trainingsbeispiele machen es verständlich.
Einmal bauen - unbegrenzt nutzen. Anweisungen speichern und wiederverwenden. Projekte und Wissensbasis kennenlernen und nutzen.
Kennzeichnungspflicht verstehen und anwenden. Schluss mit Panikmache. Wir sprechen über die Kennzeichnungspflichten nach Art. 50. Über das Urheberrecht an KI-Ergebnissen, Bildrechten allgemein und die Frage der eventuellen, persönlichen Haftung.
Die Workshop-Agenda im Detail
1. Warum sind wir eigentlich hier?
Wir besprechen kurz die KI-Entscheidungen des Unternehmens, die Regeln, die Vorgaben
- Welche Werkzeuge sind offiziell freigegeben?
- Ansprechpartner bei Rückfragen
- Überblick über die Workshop-Themen
2. Wie funktioniert KI eigentlich?
Fundierter Überblick ohne Fachchinesisch über die grundlegenden Begriffe und Funktionsweisen eines KI‑Werkzeugs.
- Ist KI wirklich intelligent?
- Warum erfindet die KI Ergebnisse?
- Warum lange Chats zu schlechter Qualität führen.
- Bias (Voreingenommenheit) ist real. Woher kommt Bias, wo taucht es im Arbeitsalltag auf?
- Schneller Modus, Nachdenkenmodus, was bedeutet das?
- Ein Blick auf die Eingaben. Was passiert nach dem Absenden im Chatschlitz?
3. Die Datenregel
Wir besprechen die Datenampel, auch an konkreten Beispielen aus Ihrem Unternehmen.
- Rot - was ist definitiv verboten, was darf keinesfalls mit KI bearbeitet werden?
- Gelb - was ist nur mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen verwendbar?
- Grün - was ist problemlos mit KI zu verarbeiten?
- Probleme, wenn man die KI auf dem eigenen Handy für das Unternehmen verwendet
- Anonymisieren. Was ist das? Wie funktioniert es schnell? Was nützt es dem Anwender?
4. Praxisblock - Sie arbeiten an Ihren Aufgaben
Jeder lernt besser und schneller, wenn sofort klar wird, wie etwas für die eigenen Bedürfnisse funktioniert. Darum arbeiten wir im Praxisblock Ihre Aufgabenstellungen ab und schauen nicht nur Standardbeispiele an.
- Übung 1 - eigene Aufgabe bearbeiten
- Die sechs Bausteine für die KI-Nutzung (Rolle, Ziel, Kontext, Format, Prüfkriterium, Beispiel)
- Mit Kontext bessere Ergebnisse erzielen. Beispielsweise durch mitgegebene Dateien, Stilvorlagen, gute und schlechte Ergebnisse als Beispiele)
- Die KI soll fragen. Mit der Nachfrage-Technik zu besseren Ergebnissen kommen.
- Was ist Iteration? Wann starte ich einen neuen Chat und warum?
- Übung 2 - eigene Aufgabe erneut bearbeiten, mit den sechs Bausteinen. Vergleich mit Übung 1
- Übung 3 - eigene Aufgabe mit Kontext
5. Prüfen statt Hoffen
KI-Ergebnisse müssen geprüft werden. Denn KI wird Fehler machen. Wie es am besten funktioniert, wird hier erklärt und gezeigt.
- Routine ist wichtig. Die Fünf-Minuten-Prüfroutine berücksichtigt Fakten, Zahlen, Quellen.
- Die drei häufigsten KI-Fehler kennen und aufspüren.
- Wissen, wann KI die falsche Entscheidung ist.
- KI-Kennzeichnungen kennen und anwenden, wenn notwendig.
- Urheberrecht. Wem gehört ein KI‑Ergebnis? Warum Bilder besser überprüft werden müssen.
6. Einmal bauen, unbegrenzt nutzen
Hier kommt der eigentliche Effizienzgewinn für den Anwender.
- Unterschied zwischen Aufgaben und einem Muster. Was machen Sie häufig gleich?
- Drei Möglichkeiten, je nach verfügbarem Werkzeug. Anweisungen oder Bausteine, Projekte, Assistenten
- Was ist eine Wissensbasis und was gehört da rein?
- Übung 4 - eine Vorlage für eine Aufgabe aus dem Alltag erstellen
7. Ihre Rolle und Ihre Fälle
Rollenkarten, passend zur Zusammensetzung der Gruppe. Jede Karte enthält drei bewährte Anwendungen und zwei ausdrückliche Warnungen.
Wirtschaftsvariante
- Assistenz und Sekretariat: Protokolle, Terminkorrespondenz, Recherchen, Reisevorbereitung
- Buchhaltung: Belegvorbereitung, Auswertungen erklären, Mahnschreiben — mit klarer Grenze bei steuerlichen Aussagen
- Vertrieb: Angebotstexte, Nachfassmails, Gesprächsvorbereitung, Wettbewerbsrecherche
- Personal: Stellenanzeigen, Onboarding-Unterlagen — mit ausdrücklicher Warnung vor Bewerberauswahl und Leistungsbewertung
- Kundenservice: Antwortentwürfe, Wissensdatenbank, Eskalationstexte
Verwaltungsvariante
- Bürgeranfragen: Antwortentwürfe, Verständlichkeit, Leichte Sprache
- Vermerke und Aktenwahrheit: Was dokumentiert werden muss, wenn KI beteiligt war
- Antragsbearbeitung: Zuarbeit ja, Entscheidung nein — die Grenze und ihre Begründungspflicht
- Gremienarbeit: Vorlagen, Zusammenfassungen, Protokolle
- Öffentlichkeitsarbeit: Pressetexte, Social Media, Kennzeichnung
8. KI-Hausregeln des Unternehmens
- Zehn Merksätze auf einer Karte, gemeinsam durchgegangen statt vorgelesen
- Der Eskalationsweg: „Wenn ich unsicher bin, frage ich …“ mit einem konkreten Namen
- Was passiert, wenn doch etwas schiefgeht — Fehlerkultur statt Vertuschung
- Wo die Vorlagen und die Ampel-Karte künftig liegen
Lernziele - Was Sie nach dem Workshop können
- Erklären, warum KI-Kprachmodelle Fehler machen.
- Entscheiden, was, wie mit KI bearbeitet werden darf.
- Anonymisieren von Daten für KI-Nutzung.
- KI-Anweisungen effizient erstellen.
- Kontext für bessere Ergebnisse nutzen.
- KI-Ergebnis routiniert überprüfen.
- Vorlage für wiederkehrende Aufgaben anlegen.
- KI-Kennzeichnung anwenden, wenn notwendig.
Zielgruppe
- Sachbearbeitung, Assistenz, Sekretariat
- Buchhaltung, Einkauf, Auftragsabwicklung
- Inhaberinnen und Inhaber
- Vorstände und Prokuristen
- Vertrieb und Kundenservice
- Personalleitung
- Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
- Betriebsrat, Personalrat
- In Behörden: Sachbearbeitung, Bürgerservice, Fachbereiche, Öffentlichkeitsarbeit
Methode - so machen wir das
Ein hoher Praxisteil ist eingeplant. Denn nur, wer selbst etwas macht, bekommt Sicherheit. Vortrag gibt es dort, wo er sinnvoll ist um etwas zu vermitteln, was danach praktisch gebraucht wird. Wir arbeiten auch gerne in Zweierteams bei den praktischen, echten Aufgaben. Die erarbeiteten Ergebnisse werden vorgestellt und verglichen. Eine Bewertung in irgendeiner Form findet nicht statt.
Es werden genau die Werkzeuge verwendet, die bei Ihnen am Arbeitsplatz verfügbar sind und freigegeben worden sind.
Organisatorisches
Teilnehmerzahl: 6-12 Teilnehmer. Bei mehr als 12 Teilnehmern leidet die Betreuung in den Übungsblöcken. Größere Belegschaften: zweite Durchführung am selben Tag.
Ablauf: 240 Minuten inklusive zwei Pausen von je zehn Minuten. Empfehlung: 09:00 bis 13:00 Uhr oder 13:00 bis 17:00 Uhr.
Ort: Gerne bei Ihnen vor Ort oder via Videomeeting. Kein Preisunterschied. Bei Termin vor Ort zzgl. Fahrtkost und ggf. Übernachtung.
Technik: Vor Ort bitte Beamer oder Schirm mit HDMI oder besser. Natürlich Internet. Bei Videocall die übliche Hardware. Jede Person braucht einen eigenen Rechner mit Internetzugang und Zugang zu dem KI-Werkzeug, das bei Ihnen freigegeben ist.
Vorbereitung durch Teilnehmer: zwei echte Aufgaben aus dem eigenen Alltag mitbringen. Wir schicken vorab eine Mail mit drei Beispielen, damit klar ist, was gemeint ist. Aufwand: fünf Minuten.
Vorbereitung durch uns: Abstimmung des freigegebenen Werkzeugs und der Kontotypen, Anpassung der Ampel-Karte an Ihre Datenlage, Zusammenstellung der passenden Rollenkarten.
Was Sie aus der Weiterbildung mitnehmen
- Die KI-Ampel Karte. Auf Ihr Unternehmen ausgefüllt.
- Sechs-Bausteine-Karte für bessere KI-Anweisungen
- Prompt-Kartenset - 12 Muster für wiederkehrende Aufgaben
- Prüfroutine als Checkliste
- Zehn Hausregeln als Checkliste
- Teilnahmenachweis je Person. Mit Lehrplan, Datum, Dauer, Themenliste
- Schulungsprotokoll für Ihr internes Verzeichnis nach Art. 4
Was diese KI-Schulung nicht ist
Ehrlichkeit und Transparenz sind wichtig. Darum möchten wir Ihnen sagen, was diese Weiterbildung nicht ist, damit die Erwartung stimmt.
Diese Schulung ist:
- Keine Rechtsberatung. Sie bekommen Einordnungen und Erklärungen. Um im Einzelfall alles juristisch abzusichern, brauchen Sie einen Anwalt oder Datenschutzbeauftragten.
- Kein Programmierkurs. Keine Schnittstellen, keine Automatisierungsplattformen, kein Code. Es geht um Wissensarbeit am Schreibtisch.
- Keine Tool-Verkaufsveranstaltung. Sie können alle Werkzeuge nach Ihren Wünschen verwenden. Wir verkaufen Ihnen keine Tools, keine Lizenzen und bekommen für nichts Provisionen.
- Keine staatlich anerkannte Zertifizierung. Sie bekommen einen dokumentierten Teilnahmenachweis. Ein staatlich anerkanntes Zertifikat für KI-Kompetenz gibt es nicht, und die KI-Verordnung schreibt auch keines vor.
Häufige Fragen
- Was ist, wenn manche schon viel wissen und andere gar nichts?
- Das ist der Normalfall und kein Problem. Im Workshop arbeitet jede Person an der eigenen Aufgabe auf dem eigenen Niveau. Die Zweierteams stellen wir gemischt zusammen — die Erfahrenen erklären, was sie ohnehin gerade tun, und lernen dabei am meisten.
- Wir haben noch kein freigegebenes Werkzeug. Geht das trotzdem?
- Ja. Wir klären vorab, womit gearbeitet wird, und legen die Datenregel so aus, dass sie zu Ihrer Lage passt. Sinnvoller wäre allerdings, vorher den 2-Stunden-Workshop für die Leitung zu machen — dann sind die Regeln entschieden, statt im Workshop vorläufig zu bleiben.
- Reichen vier Stunden für eine echte Veränderung?
- Vier Stunden mit zwei eigenen gelösten Aufgaben und einer gebauten Vorlage verändern mehr als ein ganzer Tag Vortrag. Was danach zählt, ist die Wiederholung im Alltag — dafür sind die Vorlagen und die Kartensets da.
- Erfüllen wir damit die Anforderung aus Art. 4?
- Für die teilnehmenden Personen ja, als dokumentierte Maßnahme mit Lehrplan, Nachweis und Protokoll. Für Beschäftigte, die nicht teilnehmen, brauchen Sie eine eigene Maßnahme.
- Können wir die Belegschaft aufteilen?
- Ja. Zweite Durchführung am selben Tag. Bei Schichtbetrieb oder Publikumsverkehr ist das oft die praktikablere Lösung.
- Ist die Verwaltungsvariante teurer?
- Nein. Gleiche Länge, gleicher Preis, andere Fälle und ein um Landesdatenschutz und Verwaltungsverfahrensrecht ergänzter Rahmen.
- Muss ich meine echten Aufgaben wirklich mitbringen?
- Wenn irgendwie möglich, ja bitte. Denn es ist der Grund, warum dieser Workshop besonders gut funktioniert. Wer mit erfundenen Beispielen übt, kann danach erfundene Beispiele bearbeiten. Vertraulichkeit ist selbstverständlich; besonders sensible Aufgaben bringen Sie anonymisiert mit — wie das geht, lernen Sie auch im Workshop.
Das ist Ihr KI-Schulungsleiter
Torsten Materna wird die Maßnahme durchführen.
Materna ist ein äußerst erfahrener Dozent. Bereits seit 1992 führt er Weiterbildungsmaßnahmen für Erwachsene durch und hat mehr als 2.500 Workshoptage für Entscheider, Administratoren und Anwender durchgeführt.
Materna ist ebenso bekannt als Speaker und Vortragender bei Veranstaltungen, auf Konferenzen und zu besonderen Anlässen. Er war tätig für Sparkassen, Energieversorger, Behörden, Kommunen sowie Unternehmen aller Größen und Branchen.
Unverbindliches Angebot anfordern
Wir würden uns freuen, Ihnen ein unverbindliches Angebot für die KI-Weiterbildung für Entscheider unterbreiten zu dürfen. Schreiben Sie uns bitte und Sie erhalten in wenigen Stunden eine Antwort. Gerne besprechen wir Ihre individuellen Wünsche, Anforderungen und Ziele.